BFH zum häuslichen Arbeitszimmer

von Kai Webers

Abkehr von der objektbezogenen Betrachtung

Der Bundesfinanzhof hat am 22.02.2017 zwei Urteile veröffentlicht, die insbesondere Partnern, die gemeinsam ein häusliches Arbeitszimmer nutzen, positiv betreffen.

Bei Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers greift häufig die Abzugsbeschränkung der anteiligen Kosten für ein derartiges Arbeitszimmers auf € 1.250,-. Nutzen zwei Steuerpflichtige (z.B. Ehepartner) ein gemeinsames Arbeitszimmer (jeder mit eigenem Arbeitsplatz) wurde bislang die Auffassung vertreten, dass nur insgesamt ein Betrag von maximal € 1.250,- "pro Arbeitszimmer" (objektbezogen) in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden durfte. Nunmehr hat der Bundesfinanzhof (BFH) in zwei Urteilen (Aktenzeichen: VI R 53/12 und VI R 86/13) entschieden, dass diese Abzugsbeschränkung auf die jeweilige Person ("subjektbezogen") anzuwenden ist. Der maximale Betrag in Höhe von € 1.250,- kann daher von jedem Steuerpflichtigen gesondert in Anspruch genommen werden.

Natürlich sind dabei die weiteren Voraussetzungen zur Abzugsfähigkeit eines häuslichen Arbeitszimmers weiterhin auch bei jeder Person zu erfüllen.

Weitere Informationen auch zur Erhebung von Einsprüchen und zur Berechnung der abzugsfähigen Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers  erhalten Sie gerne bei uns.

 

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