Aktuelle Informationen der Kanzlei Webers zu Erleichterungen bei der Veröffentlichungspflicht für (kleinste) Kapitalgesellschaften (Kurzdarstellung)

von Kai Webers

Aktuelles aus dem Steuerrecht

Für Kleinstkapitalgesellschaften im Sinne des am 27.12.2012 neu in Kraft getretenen § 267 a HGB fällt die Pflicht zur tatsächlichen Veröffentlichung grundsätzlich weg; es reicht die (elektronische) Hinterlegung der Bilanz nach
vereinfachtem Gliederungsschema beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers.

Die Regelungen des Gesetzes (MicroBilG) gilt für alle Kleinstkapitalgesellschaften, die an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen zwei der drei nachfolgenden Merkmale nicht überschreiten:

· Umsatzerlöse bis 700.000 Euro,
· Bilanzsumme bis 350.000 Euro sowie
· durchschnittliche 10 beschäftigte Arbeitnehmer.

Rechtsfolgen bei Einhaltung der o.g. Kriterien sind u.a.:
· Die betreffenden Kleinstkapitalgesellschaften und ihnen gleichgestellte GmbH & Co. KG können auf die Erstellung eines Anhangs zur Bilanz vollständig verzichten, wenn sie bestimmte Angaben (unter anderem zu Haftungsverhältnissen) unter der Bilanz ausweisen.
· Die Gesellschaften können frei wählen, ob sie die Offenlegungspflicht durch Veröffentlichung oder durch Hinterlegung der Bilanz erfüllen. Zur Sicherung eines einheitlichen Verfahrens wird die elektronische Einreichung der Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers auch für die Hinterlegung vorgeschrieben
· Geltung für alle Abschlussstichtage nach dem 30.12.2012
· Auf Nachfrage wird an Dritte durch den Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers gegen Gebühr eine Abschrift der hinterlegten Bilanz versendet.

In Sonderfällen (z.B. Gründung im Jahr 2012) gelten Sonderregelungen gem. § 267 Abs. 4-6 HGB. Einzelheiten zu den Vorteilen aber auch etwaigen Nachteilen der Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelungen erörtern wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Nehmen Sie hierzu einfach telefonisch oder per Mail Kontakt mit uns auf.

 

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